TU Braunschweig
Öffentliche Veranstaltung: Automation and Creativity: Practice, Aesthetics and Reception of the Digital in Music and Literature (Online Conference) - Forum
Samstag, 10. Oktober 2020
17:00–17:20 Screening
17:20–17:50 Diskussion



Abstract
Schon lange, etwa mit der Idee der romantischen Universalpoesie oder gar mit der surrealistischen Befreiung des Unbewussten als der Quelle kreativer Imagination, gibt es literarische Anstrengungen, die sozioökonomisch wie technisch getriebene „Kultur“ wieder in eine organische „Natur“ zu transformieren. Diese ästhetische Intention, die etwa Max Bense in seinem Postulat einer „künstlichen Poesie“ formuliert hat, wird überraschenderweise gerade in literarischen Projekten fortgesetzt, welche die literarische Kreativität in kombinatorischen und schließlich technischen Verfahren zu automatisieren versuchen. Der Vortrag wird diese These zunächst mit einem literaturgeschichtlichen Rückblick zu begründen versuchen, um sie dann in einer Konfrontation mit neueren softwarebasierten literarischen Projekten zu aktualisieren.


Jörgen Schäfer (geb. 1967) ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Seminar der Universität Siegen. Peter Gendolla (geb. 1950) war Professor für Literatur, Kunst, Neue Medien und Technologien an der Universität Siegen. Von 2002 bis 2012 führten sie das Teilprojekt „Literatur im Netz/Netzliteratur“ im SFB Medienumbrüche durch, seither leiten sie die Forschungsstelle Literatur in elektronischen Medien (LEM) sowie das Archiv deutschsprachiger elektronischer Literatur (ADEL). Gemeinsame Publikationen: Beyond the Screen. Transformations of Literary Structures, Interfaces and Genres (2010);Reading Moving Letters. Digital Literature in Research and Teaching: A Handbook (zus. mit Roberto Simanowski, 2010); The Aesthetics of Net Literature. Writing, Reading and Playing in Programmable Media (2007).

[Last edited by Dennis Fuchs - 11.11.20 - 17:33]
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